Operative Behandlung
Wenn eine Operation sinnvoll ist
Glücklicherweise erfordern nicht alle Beschwerden an Knie oder Hüfte einen zeitnahen operativen Eingriff. Wenn die konservativen Maßnahmen jedoch ausgeschöpft sind oder die fortgeschrittene Schädigung eine Operation sinnvoll macht, ist eine präzise Indikationsstellung besonders wichtig.
Gerade bei Eingriffen an großen Gelenken sind Spezialisierung, operative Erfahrung und ein professionelles Umfeld entscheidend. Neben der Operation selbst spielen auch die gute Zusammenarbeit im OP-Team, moderne technische Voraussetzungen und eine strukturierte Nachbehandlung eine wichtige Rolle.
Mein Ziel ist es, Sie nicht nur zu operieren, sondern Sie über den gesamten Behandlungsweg hinweg kompetent und persönlich zu begleiten – von der ersten Einschätzung bis zur erfolgreichen Nachbetreuung.
Die operative Abklärung, Indikationsstellung und Nachbetreuung erfolgen an meinen Standorten in Wien und Graz. Operative Eingriffe werden von mir in der Privatklinik der Kreuzschwestern in Graz durchgeführt oder ich überweise Sie an ausgewählte Häuser in Wien.
Gelenkerhaltende Eingriffe
Nicht jede operative Behandlung am Bewegungsapparat bedeutet automatisch einen Gelenkersatz. In vielen Fällen können gelenkerhaltende Eingriffe sinnvoll sein, um die natürliche Struktur und Funktion zu erhalten, Beschwerden gezielt zu lindern und Folgeschäden zu verhindern.
Mein operatives Repertoire umfasst Arthroskopien, Umstellungsosteotomien sowie ausgewählte kleinere operative Eingriffe an Hand oder Fuß.
Ziel ist es dabei, Ihnen exakt jene Strategie anzubieten, welche am besten zu Ihrem persönlichen Therapieziel passt und langfristig die beste Perspektive bietet.
Arthroskopien am Knie
Die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) am Knie ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem bestimmte Veränderungen und Schäden im Gelenk über kleine Zugänge behandelt werden können. Sie kann je nach Befund beispielsweise bei meniskusbezogenen Beschwerden, freien Gelenkkörpern, ausgewählten mechanischen Problemen wie abgegrenzten Knorpelschäden nach Sportverletzungen sinnvoll sein.
Umstellungsosteotomien
Die Umstellungsosteotomie ist ebenfalls ein gelenkerhaltendes Verfahren, das insbesondere bei Fehlstellungen der Beinachse und damit einseitiger Überlastung des Kniegelenks in Frage kommen kann. Ziel ist es, die Lastverteilung im Gelenk gezielt zu normalisieren und damit das Entstehen oder Fortschreiten einer Arthrose zu verzögern.
Sie kann vor allem bei ausgewählten Patientinnen und Patienten in frühen Stadien der Arthrose eine sehr sinnvolle Alternative zur endoprothetischen Versorgung darstellen.
Kleine Handchirurgie
Beschwerden an der Hand – wie etwa ein Karpaltunnelsyndrom, ein schnellender Finger oder Tendovaginitis de Quervain – sind in der Regel keine schwerwiegenden Erkrankungen, können im Alltag jedoch sehr belastend sein. Häufig lassen sie sich von mir rasch, unkompliziert und ambulant in Lokalanästhesie behandeln.
Endoprothetische Versorgungen
Wenn konservative Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind und Schmerzen, Funktionsverlust oder Einschränkungen der Lebensqualität deutlich zunehmen, kann eine endoprothetische Versorgung die beste Perspektive bieten. Welche Operationsmethode im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab – insbesondere vom betroffenen Gelenk, der Arthroseverteilung innerhalb des Gelenks, der Knochensituation, der Stabilität und Ihren funktionellen Anforderungen im Alltag. Neben der Operationsmethode selbst sind auch eine exakte Planung, operative Erfahrung und eine strukturierte Vor- und Nachbehandlung entscheidend für ein gutes Ergebnis.
Je nach Ausgangssituation kommen dabei unterschiedliche Verfahren in Betracht: der Kniegelenksersatz, teilersetzende Lösungen wie die Schlittenprothese oder die PFJ-Prothese, der minimalinvasive Hüftgelenksersatz sowie bei komplexen Fragestellungen auch Wechseloperationen und Revisionseingriffe.
Detaillierte Informationen zu diesen Verfahren finden Sie unter: Spezialgebiete.